Fitbit Charge 3

UPDATE: Fitbit stellt Charge 3 vor

Fibit hat den neuen Fitbit Charge 3 vorgestellt. Ich habe ihn mir genauer angeschaut.

Fitbit ist als Hersteller hochwertiger Hardware rund um die Fitness und Freizeit bekannt. Die Charge-Reihe gilt dabei als das Brot-und-Butter-Gerät. Ein Activitytracker, welcher sich stark darauf fokussiert. Er kann zwar Sporteinheiten erfassen, aber seine Stärke liegt in seiner kompakten Größe, der guten Akkulaufzeit und seinem Tragekomfort (Auch wenn man ihn 24/7 trägt).

Jetzt kommt also der Nachfolger Charge 3 heraus. So wird er aussehen:

Fitbit Charge 3
Fitbit Charge 3 © Fitbit

Wer den Charge 2 kennt, wird erstmal wenig Neues am Design feststellen. Die Änderungen sind mehr „unter der Haube“.

Das Display zeigt leider auch in der neuen Version keine Farben an. Dafür kommt ein richtiger Touchscreen zum Einsatz. Der Charge 2 hat da auf Gesten eher behäbig reagiert (oder auch gar nicht).
Die Akkulaufzeit ist mit 7 Tagen angegeben. Das wäre nochmal ein ordentlicher Sprung zu den 5 Tagen, die mein Charge 2 aktuell schafft. Denk‘ bitte dran: Je mehr Funktionen du nutzt und je häufiger du das Display anmachst, umso kürzer hält der Akku.

Bei den Funktionen hat sich auch einiges getan. Zuerst gilt: Alle Funktionen des Charge 2 sind auch im Charge 3 beinhaltet (oder sogar verbessert). Er zeichnet also 24 Stunden am Tag (wenn du ihn die ganze Zeit trägst) deinen Puls, verbrannte Kalorien und deine Bewegung auf, erinnert dich, dass du länger inaktiv warst und ermittelt deine Schlafphasen und wie erholsam der Schlaf war. Alles in eine optisch ansprechenden App, die auch noch leicht verständlich ist.
Endlich ist der Tracker wasserfest. Und das sogar bis 50 Meter. Weiterhin kann der Charge 3 deine Schwimmbahnen aufzeichnen. Ob er auch Schwimmstile (Brust, Freistil, etc) erkennen kann, geht leider noch nicht hervor.
Ein spannendes neues Feature ist der SpO2-Sensor. Damit wird über das Handgelenk die Sauerstoffsättigung im Blut gemessen. Das hat zum Beispiel Garmin in der Fenix 5 und Polar soll das mit der Vantage V bekommen. Die Sauerstoffsättung soll nicht über das Geräte anzeigbar sein und auch die App kann die Werte vom Start weg nicht erfassen. Das soll per Update im Laufe des Jahres kommen.
Statt der 7 Sportprofile im Charge 2, kommen jetzt 15. Außerdem ermittelt er jetzt ein Cardio-Fitnessniveau. Also einen Wert, der deinen Fitnesslevel und deine Entwicklung festlegt und darstellt.
Für Frauen kommen eigene Features mit. So kannst du jetzt dein Zyklus und Symptome aufzeichnen. Außerdem kann der Charge 3 deinen Eisprung berechnen. Ob man sich darauf verlassen kann und will, steht auf einem anderen Papier. KORREKTUR: Die Metriken für Frauen gibt es jetzt schon in der App. Mir wurde das nur nicht angezeigt oder ich habe des weggeklickt. Aber ich finde es gut, dass man hier versucht einen ganzheitlichen Gesundheitsansatz zu fahren.
Auch die Zusammenarbeit Charge mit deinem Handy wurde verbessert. Der Charge 3 kann jetzt mehr und besser Benachrichtigungen deines Handys anzeigen. Außerdem kannst du z.b. Anrufe mit vorgefertigten Textnachrichten beantworten. Dieses Feature kommt aber erst später.

Wer unterwegs seinen Geldbeutel vergessen hast, kann jetzt auch mit dem Charge 3 mobil bezahlen. Fitbit Pay heißt das Ganze. Dieses Feature ist aber nur mit der Special Edition möglich, welche natürlich teurer ist als das Standardmodell. Auch bei den kompatiblen Banken sieht es noch arg dürftig aus. In Deutschland klappt das nur mit dem Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) und Boon.

GPS kann der Neue ohne fremde Hilfe auch weiterhin nicht. Willst du zum Beispiel deine Laufstrecke aufzeichnen, brauchst du ein verbundenes Handy.

Leider scheint das Verschlusssystem der Armbänder des Charge 2 sich nicht geändert zu haben. Das ist für mich der riesen Schwachpunkt beim Charge. Ich habe jetzt in 2 Jahren 4 Armbänder durch, da immer ein Stück Metall heraus gebrochen ist.

Der Charge 3 kommt in 2 Farben in der normalen Edition: Schwarz/Grau und Blaugrau/Roségold. Die Specialedition kommt in Lavendel/Roségold und Weiß/Grau daher.

Der Preis liegt bei 150€ für den normalen Chargen 3 und 170€ für die Special Edition (Inkl. Fitbit Pay und ein zusätzliches Armband).

Bei Amazon geht es am 01. Oktober los. Die Special Edition kommt ab dem 29. Oktober:

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Wer jetzt noch den alten Charge 2 sich kaufen möchte, profitiert natürlich von den jetzt fallenden Preisen:

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Fazit: Wer einen Activitytracker ohne großen Schnick-Schnack sucht, wird hier fündig. Die gesammelten Daten sind sehr genau und die Aufbereitung in der App ist verständlich. Außerdem gibt es rund um die Zahlen auch oft gute Tipps, was man besser machen kann. Der Charge 3 nimmt den schon sehr guten Charge 2 und verbessert ihn. Gerade die fehlende Wasserdichte war für mich immer ein Ärgernis.
Dennoch muss man bei den Funktionen genauer hinsehen. 15 Sportprofile geben mir welchen Vorteil? Will ich wirklich über einkommenden Nachrichten informiert werden? Der Cardio-Fitnesslevel ist eine gute Sache. Etwas ähnliches hat Polar mit dem Running-Index. Da der Charge aber für mich kein gutes Sportgerät ist, bleibt die Frage wann man diesen Wert berechnen lassen will.
Auf der positiven Seite ist der Preis mit 150€. Das ist der Startpreis für den Charge 2 gewesen. Das ist mehr als Fair.

Es muss also jeder für sich wissen: Wer einen Tracker ohne Sportfunktion sucht und die 150 Euro ausgeben kann/will, bekommt ein wirklich gutes Gerät. Wer einen Charge 2 bereits besitzt und nicht zwingend ein Neugerät oder die Schwimmfunktionen braucht, kann noch darauf verzichten (Auch wenn ein wasserdichtes Geräte ein Fortschritt ist). Wer eine Sportuhr für Laufen, Radfahren, Triathlon braucht, sollte eher bei den Sportuhren schauen. Immer mehr Geräte können jetzt auch die 24-Stunden-Messung, sind aber in der Sportwelt wesentlich stärker.

Was meinst du? Planst du den Charge 3 zu kaufen? Oder hälst du das ganze Thema für unnötig? Schreib‘ einen Kommentar und lass‘ mich deine Meinung wissen.

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